Liveticker Iran-Krieg: JD Vance: Washington möchte Ergebnis im Sinne der USA, nicht Israels

9.06.2026 13:15 Uhr
13:15 Uhr
Acht Tote nach IDF-Luftangriffen auf die Stadt Tyros
IDF-Einheiten haben wie am Dienstagmorgen via X-Mitteilung angedroht – siehe Ticker-Meldung von 09:45 Uhr –, zivile Wohngebiete in der drittgrößten libanesischen Stadt Tyros über Luftangriffe attackiert.
Dabei seien "mindestens acht Menschen" bei einem Luftangriff "auf ein dicht besiedeltes Wohngebiet" ums Leben gekommen, wie der Zivilschutz im Südlibanon gegenüber Al Jazeera Arabic mitteilte.
Der tödliche Angriff erfolgte kurz nachdem das israelische Militär unmissverständliche Zwangsräumungsbefehle für die Stadt Tyros erlassen hatte, die auch explizit an die Bevölkerung des christlichen Viertels der historischen Stadt adressiert waren. Mitarbeiter des libanesischen Zivilschutzes hätten umgehend ältere Menschen evakuiert, während Einwohner aus Tyros Richtung Norden flohen. Weiter heißt es bei Al Jazeera zu der Situation am Vormittag:
"In den letzten Stunden, seit dieser neuen Angriffsdrohung seitens Israels, ist Panik ausgebrochen, während die Menschen aus der Stadt fliehen."
Das Foto zeigt heutige Einschläge in der Küstenstadt Tyros.

Screenshot Al Jazeera Zudem wurden laut Behördenangaben bei einem weiteren israelischen Angriff, dabei auf die Stadt Sharqiyah im Südlibanon, mindestens drei Menschen verletzt, darunter zwei Rettungskräfte.
11:36 Uhr
JD Vance: Washington möchte Ergebnis im Sinne der USA, nicht Israels
US-Vizepräsident JD Vance äußerte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News die jüngsten Einschätzungen des Oval Office zu den stockenden Verhandlungen mit Teheran.
Die Trump-Administration präferiere demnach weiterhin ein finales Abkommen mit Iran, auch gegen mögliche inhaltliche Einwände seitens Israels. Dazu erklärte Vance den US-Zuschauern zum zentralen Thema der Verhandlungen:
"In den letzten anderthalb Jahren haben wir den notwendigen Spielraum geschaffen, sodass der Präsident davon überzeugt ist – und ich denke, er hat Recht –, dass wir eine langfristige Einigung im Atomstreit mit dem Iran erzielen können."
Hinsichtlich der Positionen und Forderungen der Netanjahu-Administration gab der Republikaner weiter zu Protokoll:
"Nun mag Israel das gefallen oder auch nicht. Aber grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass dies im besten Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika liegt."
🚨 MUST WATCH: ISRAEL WAS JUST CAUGHT SPYING ON THE PENTAGON AND TRUMP’S TOP NEGOTIATOR… VICE PRESIDENT JD VANCE REACTS 🚨
— Jesse Watters (@JesseBWatters) June 9, 2026
“Israel may like that, they may not like that… this is in the BEST INTEREST of the United States of America” 🇺🇸🔥 pic.twitter.com/JkNc0rDjqEDie Trump-Regierung werde daher "dieses Vorhaben" weiter vorantreiben, denn genau dafür, so JD Vance, "wurde der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt, und genau das müssen wir tun, um dem amerikanischen Volk bestmöglich zu dienen."
Die Fox News-Redaktion kündigte auf X zu dem Interview an, dass demnach zeitnah ein erneutes Treffen zwischen Trump und Netanjahu in Washington stattfinden werde, da das Pentagon mittlerweile "Israel als Bedrohung" einstufe. Dazu heißt es wörtlich:
"Der Vizepräsident erklärte gegenüber Fox News, dass die beiden Länder zwar gemeinsame Interessen hätten, die US-Politik jedoch von amerikanischen Zielen bestimmt werde, nicht von israelischen. Ein Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus, bei dem es um viel geht, steht bevor, da das Pentagon Israel zu einer der größten Bedrohungen für die Spionageabwehr eingestuft hat."
Vance fires back at concerns over US-Israel rift, says America's top priority is stopping a nuclear Iran. The VP told Fox News that while the two nations share interests, US policy will be driven by American objectives, not Israeli ones. A high-stakes Trump-Netanyahu meeting at… pic.twitter.com/Qxqb985NJ2
— Fox News Flash (@FoxNews_Flash) June 9, 202609:45 Uhr
IDF droht Bewohnern der drittgrößten libanesischen Stadt Tyros
Die israelische Armee setzt trotz internationaler Kritik ihre militärischen Angriffe gegen vermeintliche Stellungen der Hisbollah im Libanon fort.
So informierte IDF-Sprecher Avichay Adraee am Dienstagmorgen im Vorfeld eines drohenden Angriffs über die jüngste Fluchtaufforderung an die Bevölkerung im Südlibanon. In einem Beitrag auf X richtete Adraee die Warnung an die Einwohner der Stadt Tyros, darunter auch an die Bevölkerung des christlichen Viertels der historischen Stadt. Wörtlich heißt es:
"Angesichts der Verletzung des Waffenstillstandsabkommens durch die terroristische Hisbollah-Miliz und deren Angriffe auf Israels Hinterland sehen sich die israelischen Streitkräfte gezwungen, entschlossen gegen diese vorzugehen. Die israelischen Streitkräfte haben nicht die Absicht, Ihnen Schaden zuzufügen. Aus Sorge um Ihre Sicherheit fordern wir Sie dringend auf, Ihre Häuser unverzüglich gemäß dem auf der Karte eingezeichneten Gebiet zu verlassen."
#عاجل ‼️انذار عاجل إلى سكان مدينة صور - بما فيها الحارة المسيحية - والمخيمات والأحياء المحيطة بها وفق ما يعرض في الخارطة
— افيخاي ادرعي (@AvichayAdraee) June 9, 2026
🔸في ضوء قيام حزب الله الارهابي بخرق اتفاق وقف اطلاق النار واستهداف الجبهة الداخلية الاسرائيلية يضطر جيش الدفاع للعمل ضده بقوة. جيش الدفاع الإسرائيلي لا ينوي… pic.twitter.com/MHSBQ0d58e09:20 Uhr
US-Kampfhubschrauber stürzt nahe der Straße von Hormus ab
Ein Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee ist in der Nähe der Straße von Hormus abgestürzt, berichten US-Medien. Präsident Trump erklärte nach Bekanntwerden des Vorfalls vor Journalisten, dass es "den beiden Piloten gut geht" und das Pentagon am Dienstag "einen Bericht veröffentlichen wird".
Die beiden Besatzungsmitglieder seien laut Informationen der New York Times und des US-Senders CBS "gerettet worden". Unklar sei jedoch, ob der Hubschrauber abgeschossen wurde, aufgrund eines technischen Defekts abstürzte oder aus einem anderen Grund verunglückte.
Die genaue Ursache des Absturzes ist daher auch am Dienstagmorgen nicht genau bekannt. Iranische Staatsmedien bestätigten mittlerweile den Absturz, beriefen sich dabei jedoch auf ausländische Agenturmeldungen, ohne näher auf die Informationen einzugehen.
08:45 Uhr
"Bald allein" – Trump warnte Netanjahu nachdrücklich vor weiteren Alleingängen
US- wie israelische Medien berichten über demnach unmissverständliche Warnungen von US-Präsident Donald Trump, gerichtet an seinen Amtskollegen Benjamin Netanjahu.
So habe Trump am Montag den israelischen Ministerpräsidenten unmittelbar angerufen, wie ein Vertreter des Weißen Hauses gegenüber der Agentur AFP mitteilte, nachdem es Sonntagnacht und zu Wochenbeginn zu erneuten militärischen Angriffen seitens Israels und Irans gekommen war, den ersten gegenseitigen Attacken seit Inkrafttreten des fragilen Waffenstillstands Anfang April.
Der US-Präsident erklärte demnach im Oval Office, dass er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu von weiteren Angriffen abhalten werde. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, so Trump im Gespräch mit dem US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi, du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitiert das Portal den US-Präsidenten.
Eine israelische Quelle bestätigte demnach der Axios-Redaktion, es habe bei dem lautstarken Telefonat "Meinungsverschiedenheiten gegeben, doch am Ende habe Netanjahu zugestimmt, von einem Angriff abzusehen, sofern Iran nicht zuschlagen würde".
Nach dem Telefonat habe Netanjahu dann seine obersten Militärbefehlshaber angewiesen, die geplanten Angriffe abzusagen. Die Times of Israel fasst zu den Dynamiken des gestrigen Tages zusammen:
"Stattdessen erklärte Netanjahu am Montag in einer kurzen Ansprache an die Nation, er werde die Angriffe auf Iran 'vorerst' einstellen, warnte jedoch, dass Israel Iran und die Hisbollah angreifen werde, sollte es erneut angegriffen werden."
US-amerikanische und israelische Quellen erklärten laut Axios, die Ereignisse der letzten 24 Stunden seien ein weiterer Beweis dafür, dass sich die strategischen Interessen der USA und Israels – und die politischen Interessen von Trump und Netanjahu – von Tag zu Tag weiter auseinanderentwickeln würden.
8.06.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Nach gegenseitigen Schlägen: Iran stoppt Angriffe und warnt Israel
Als Antwort auf die anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon haben die iranischen Revolutionsgarden ballistische Raketen auf den israelischen Luftwaffenstützpunkt Ramat David sowie auf Industrieanlagen in Haifa gefeuert.
Dies geschah trotz einer zuvor vereinbarten Kampfpause. Die israelischen Streitkräfte reagierten mit Luftangriffen auf Iran. Trotz der gegenseitigen Schläge verkündete die Führung in Teheran am Montag eine Einstellung ihrer Angriffe – unter der Bedingung, dass keine weiteren Aktionen folgen.
14:15 Uhr
Iran droht "noch vernichtendere Schläge" gegen Israel an
Am Sonntag hat Iran mit Raketenangriffen eine Vergeltungsoperation gegen Israel begonnen. Es ist die erste Eskalation seit dem Waffenstillstand vom 8. April, den Israel bezüglich Beirut und den Südlibanon nie eingehalten hat. Während Iran den Libanon in seine Forderungen zum Waffenstillstand einbezogen hatte, lehnte Israel dies stets ab.
Der Sprecher des zentralen iranischen Militärkommandos, Ebrahim Zolfaghari, erklärte zu den nun erfolgten Angriffen Irans: "Das aggressive zionistische Regime hat durch wiederholte Verstöße gegen den Waffenstillstand, mit grünem Licht und Unterstützung der Vereinigten Staaten sowie dem Schweigen internationaler Gremien seine Grausamkeiten gegenüber dem unterdrückten libanesischen Volk von Tag zu Tag verstärkt."
"Wir hatten gewarnt, dass wir Ziele in den besetzten Gebieten angreifen würden, sollten sich die Verbrechen des kindervernichtenden zionistischen Regimes im Beiruter Stadtteil Dahieh ausweiten", fügte Zolfaghari hinzu.
Abgesehen von den Hisbollah-Verbündeten im Libanon hat der Beiruter Stadtteil Dahieh einen besonders großen Anteil an Schia-Moslems, die in Iran eine Mehrheit ausmachen.Zolfaghari drohte zudem "noch verheerendere Angriffe gegen das Regime und seine Unterstützer" an, sollte Israel seine Angriffe aus dem Libanon und Iran ausweiten.
Der Beginn der Vergeltungsoperation gegen Israel wurde in der iranischen Gesellschaft eher begeistert aufgenommen. Massen an Menschen gingen auf die Straße und skandierten "[Generalmajor] Seyed Majid, zerschmettere den Dämon! Zerschmettere heute Nacht Tel Aviv!" Generalmajor Seyed Majid Khademi war der Chef der iranischen Geheimdienste und wurde am 6. April 2026 von Israel getötet. Neben iranischen Flaggen wurden auch Flaggen der Hisbollah gehisst.Dank der jüngsten Eskalation wurde in Israel ein "Sondernotstand" ausgerufen, womit alle nicht dringenden Verhandlungstermine abgesagt wurden. Darunter auch derjenige, bei dem Premier Benjamin Netanjahu zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der Bestechung, des Betrugs und des Untreuevergehens aussagen sollte.
12:59 Uhr
Trump reagiert auf militärische Ereignisse zwischen Teheran und Jerusalem
Gegen Montagmittag meldete sich US-Präsident Donald Trump auf Truth Social zu Wort, um das jüngste Aufflammen gegenseitiger Angriffe seitens Iran und Israel zu kommentieren. So hieß es in einer ersten Meldung lediglich:
"Israel und Iran müssen unverzüglich aufhören, zu 'schießen'."

TS-Screenshot Kurze Zeit später ergänzte er mit folgender Mitteilung – ohne Hinweis auf unmittelbare Kontaktaufnahme seitens Washington mit den Kriegsparteien:
"Beide Seiten, Israel und Iran, streben einen sofortigen Waffenstillstand an! Die abschließenden Verhandlungen über den 'Frieden' laufen, sofern ihnen nicht Unwissenheit oder Dummheit im Weg stehen. Die Blockade bleibt in vollem Umfang in Kraft, bis ein 'endgültiges Abkommen' erzielt wird. Die Dinge sollten zügig voranschreiten."
09:00 Uhr
Netanjahu widersetzte sich Trumps Vorgaben
In einem gestrigen Telefoninterview mit der Financial Times (FT, Bezahlschranke) behauptete US-Präsident Donald Trump, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu "keine andere Wahl haben wird, als jedes Abkommen zu akzeptieren, das die USA mit Iran aushandeln", so Trump zu Protokoll gebend.
Weiter heißt es wörtlich in dem FT-Artikel, "denn der US-Präsident habe 'das Sagen'." Das wörtliche Gesamtzitat lautet:
"Er wird keine Wahl haben. Ich habe das Sagen. Ich habe das alleinige Sagen. Er [Netanjahu] hat nicht das Sagen."
Das Trump-Telefonat erfolgte demnach kurz nach Beginn der gestrigen iranischen Angriffe auf Israel, als die IRGC "eine Salve ballistischer Raketen abgefeuert hatte – der schwerwiegendste Verstoß gegen den Anfang April vereinbarten Waffenstillstand", so die Financial Times darlegend.
Laut Informationen des US-Portals Axios habe Trump demnach direkt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Sonntag aufgefordert, "nicht auf den iranischen Raketenangriff zu reagieren und der Diplomatie mehr Zeit zu geben", wie ein hochrangiger US-Beamter "und eine israelische Quelle, die mit den Einzelheiten des Gesprächs vertraut ist", der Axios-Redaktion mitteilten.
08:42 Uhr
IRGC bestätigt den Beginn der "Operation Nasr"
Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) hat laut der Mehr News Agency "den Start der 'Operation Nasr' bekannt gegeben."
Im Rahmen der militärischen Attacke auf Israel hätten demnach "Kampfflugzeuge der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte des IRGC" direkt Ziele "auf zwei der strategisch bedeutendsten Luftwaffenstützpunkte Israels, Nevatim und Tel Nof, angegriffen", so der Wortlaut.
Die Pressestelle des IRGC teilte mit, die Operation habe am Montagmorgen begonnen. In ihrer Erklärung führte die iranische Revolutionsgarde weiter aus, die militärische Aktion gelte als direkte Reaktion auf jüngste israelische Raketenangriffe "auf iranische Radaranlagen an drei Standorten auf dem Staatsgebiet Irans."
Ein iranischer Armeesprecher erklärte, dass "alle Kampf- und Einsatzverbände des IRGC in voller Bereitschaft stünden, um eine groß angelegte Abschreckungs- und Strafaktion durchzuführen, wobei Pläne für verschiedene Szenarien bereitstehen."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

